# AfA-Rechner (Abschreibung)

> Berechnen Sie die jährliche Gebäudeabschreibung (AfA) und die geschätzte Steuerersparnis bei vermieteten Immobilien.

Canonical: https://www.investbud.de/rechner/afa
Last updated: 2026-10-28

Die Absetzung für Abnutzung (AfA) ist ein zentrales Steuerinstrument für Immobilieninvestoren in Deutschland. Sie verteilt die Anschaffungskosten des Gebäudes über die Nutzungsdauer und senkt so die Steuer auf die Mieteinnahmen. Der Rechner ermittelt die jährliche Abschreibung und die daraus folgende Steuerersparnis.

## So nutzen Sie diesen Rechner

Der AfA-Rechner trennt den abschreibungsfähigen Gebäudeanteil vom nicht abschreibbaren Grundstücksanteil und berechnet daraus Ihre steuerliche Entlastung. So gehen Sie vor:

- Schritt 1: Geben Sie den Kaufpreis der Immobilie ein.
- Schritt 2: Tragen Sie die Kaufnebenkosten ein, da diese anteilig die AfA-Basis erhöhen.
- Schritt 3: Legen Sie den Gebäudeanteil am Kaufpreis fest. Der Anteil für Grund und Boden ist nicht abschreibbar. Für die Aufteilung können Sie die Arbeitshilfe des Bundesfinanzministeriums nutzen.
- Schritt 4: Wählen Sie den AfA-Satz nach dem Jahr der Fertigstellung: 2,5 % vor 1925, 2 % von 1925 bis 2022, 3 % ab 2023 (§ 7 Abs. 4 EStG).
- Schritt 5: Geben Sie Ihren persönlichen Grenzsteuersatz ein, um die jährliche Ersparnis zu schätzen.

## Ergebnisse verstehen

Die Berechnung zeigt Ihnen, wie viel Sie jährlich abschreiben und wie stark dies Ihre Steuerlast senkt:

- Gebäudewert (AfA-Basis): Der abschreibungsfähige Anteil aus Kaufpreis und Nebenkosten, nach Abzug des Grundstücksanteils.
- Jährliche AfA: Der Betrag, den Sie pro Jahr als Werbungskosten von den Mieteinnahmen abziehen können.
- Monatliche AfA: Die jährliche Abschreibung auf den Monat heruntergerechnet.
- Jährliche Steuerersparnis: Die geschätzte Reduktion Ihrer Steuerlast, ermittelt aus der AfA multipliziert mit Ihrem persönlichen Steuersatz.
- Gesamte Steuerersparnis über die Nutzungsdauer: Die kumulierte Steuerersparnis über die gesamte Abschreibungsdauer, ermittelt aus der jährlichen Ersparnis multipliziert mit der Anzahl der Jahre, bei gleichbleibendem Steuersatz.
- Abschreibungsdauer: Der Zeitraum in Jahren, über den das Gebäude vollständig abgeschrieben wird.

## Warum die AfA für Investoren wichtig ist

Die AfA ist ein nicht zahlungswirksamer Aufwand: Sie mindert die Steuerlast, ohne dass in dem Jahr Geld abfließt. Das kann die Nettorendite einer vermieteten Immobilie deutlich verbessern. Ein Beispiel: Bei einer AfA-Basis von 240.000 Euro und einem AfA-Satz von 2 % schreiben Sie jährlich 4.800 Euro ab. Bei einem Steuersatz von 42 % sind das 2.016 Euro Steuerersparnis im Jahr, über 50 Jahre bei gleichem Steuersatz 100.800 Euro. Da nur das Gebäude abgeschrieben werden kann, ist eine realistische und gut dokumentierte Aufteilung zwischen Gebäude und Grund und Boden entscheidend. Eine Aufteilung im Kaufvertrag legt das Finanzamt zugrunde, wenn sie die tatsächlichen Wertverhältnisse abbildet.

## Praxistipps

- Dokumentieren Sie die Aufteilung zwischen Gebäude und Grund und Boden sorgfältig. Ein höherer Gebäudeanteil erhöht die AfA-Basis, muss aber den tatsächlichen Wertverhältnissen entsprechen.
- Prüfen Sie das Jahr der Fertigstellung genau: Vor 1925 fertiggestellte Gebäude werden mit 2,5 % über 40 Jahre abgeschrieben, von 1925 bis 2022 fertiggestellte mit 2 % über 50 Jahre. Für Gebäude mit Fertigstellung ab 2023 gelten 3 %.
- Auch die Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer und Notarkosten erhöhen anteilig die Abschreibungsbasis und sollten in die Berechnung einfließen.

## Häufige Fragen

### Was bedeutet AfA bei Immobilien?

AfA steht für Absetzung für Abnutzung. Sie verteilt die Anschaffungskosten eines Gebäudes über seine Nutzungsdauer und kann bei vermieteten Immobilien jährlich als Werbungskosten von den Mieteinnahmen abgezogen werden. Der Anteil für Grund und Boden ist nicht abschreibbar, weil Grund und Boden sich nicht abnutzt.

### Wie hoch ist der AfA-Satz in Deutschland?

Für Gebäude, die von 1925 bis 2022 fertiggestellt wurden, beträgt der lineare AfA-Satz 2 % pro Jahr über 50 Jahre. Für vor 1925 fertiggestellte Gebäude gelten 2,5 % über 40 Jahre. Für Gebäude mit Fertigstellung ab 2023 wurde der Satz auf 3 % angehoben, das entspricht einer Abschreibungsdauer von rund 33 Jahren (§ 7 Abs. 4 EStG).

### Wie wird der Gebäudeanteil ermittelt?

Der Kaufpreis wird nach dem Verhältnis der Verkehrswerte von Grund und Boden und Gebäude aufgeteilt. Eine Aufteilung im Kaufvertrag legt das Finanzamt zugrunde, wenn sie die tatsächlichen Wertverhältnisse abbildet; es kann sie aber prüfen. Das Bundesfinanzministerium stellt eine Arbeitshilfe zur Kaufpreisaufteilung bereit, mit der Sie eine eigene Aufteilung berechnen oder eine vertragliche Aufteilung auf Plausibilität prüfen können.
