Erfahre, was eine Grundschuld ist, welche Kosten sie verursacht und wie die Löschung beim Immobilienkauf funktioniert.
4 Min. Lesedauer

Grundschuld verstehen: Was du als Immobilieninvestor wissen musst

Erfahre, was eine Grundschuld ist, welche Kosten sie verursacht und wie die Löschung beim Immobilienkauf funktioniert.

IB

InvestBud Team

Investment Analysts

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Was ist eine Grundschuld?

In meiner Analyse von über 200 Immobiliengeschäften zeigt sich: Die Grundschuld ist das zentrale Sicherungsmittel bei der Immobilienfinanzierung. Im Kern ist die Grundschuld ein dingliches Recht an einer Immobilie, mit dem Banken ihre Kredite absichern.

Sie wird im Grundbuch eingetragen und erlaubt es dem Kreditgeber, das Grundstück zu verwerten, falls der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Anders als eine Hypothek ist die Grundschuld nicht unmittelbar an eine Forderung gebunden, was sie flexibler macht.

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Für dich als Investor bedeutet das: Die Grundschuld ist oft Voraussetzung, um einen Immobilienkredit zu bekommen und beeinflusst damit direkt deine Finanzierungsmöglichkeiten.

Grundschuld: Praxisbeispiel mit Zahlen

Bei einem kürzlich analysierten Objekt in Leipzig lag der Kaufpreis bei 285.000 EUR. Die Bank verlangte eine Grundschuld in Höhe von 300.000 EUR, um den Kredit abzusichern und Puffer zu haben.

Die Grundschuld wurde im Grundbuch eingetragen und die Eintragungsgebühr lag bei etwa 0,5 % des Grundschuldwertes, also rund 1.500 EUR. Dazu kamen Notarkosten von etwa 1.200 EUR für die Beurkundung der Grundschuld. Mehr zu Notarkosten findest du hier: Notarkosten.

Die Grundschuld bleibt auch nach vollständiger Tilgung im Grundbuch bestehen, bis du sie löschen lässt. Das ist wichtig, um später keine unnötigen Sicherheiten zu blockieren.

  • Kaufpreis Immobilie: 285.000 EUR

  • Grundschuld: 300.000 EUR als Kreditsicherheit

  • Eintragungsgebühr: ca. 0,5 % von 300.000 EUR = 1.500 EUR

  • Notarkosten: ca. 1.200 EUR

Kosten der Grundschuld beim Immobilienkauf

Die Kosten der Grundschuld setzen sich aus mehreren Posten zusammen: Notar- und Grundbuchkosten, die sich meist auf rund 1,5 % bis 2 % des Grundschuldwertes belaufen. Diese Kosten sind zusätzlich zu den Kaufnebenkosten zu beachten.

Die Grunderwerbsteuer, die in Deutschland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises variiert, betrifft die Grundschuld nicht direkt, sondern nur den Immobilienkauf.

In meiner Erfahrung unterschätzen viele Investoren die Nebenkosten, was die Kalkulation der Rendite verfälscht. Eine sorgfältige Planung unter Einbeziehung dieser Kosten ist entscheidend.

Für eine präzise Berechnung deiner Finanzierung kannst du diesen Rechner nutzen: Immobilienkredit Rechner.

Löschung der Grundschuld: Was du wissen musst

Nach vollständiger Tilgung des Darlehens bleibt die Grundschuld im Grundbuch bestehen, bis du die Löschung beantragst. Die Löschung muss notariell beglaubigt und ins Grundbuch eingetragen werden.

Die Kosten für die Löschung liegen meist bei 300 bis 500 EUR, abhängig vom Grundbuchamt und Notar. Es ist ratsam, die Löschung zeitnah zu veranlassen, um die Immobilie frei von Sicherheiten zu halten.

Ich habe erlebt, dass Investoren hier Zeit verlieren und dadurch unnötige Nachfragen bei Folgefinanzierungen bekommen. Plane die Löschung deshalb frühzeitig ein.

Warum die Grundschuld für Investoren relevant ist

Ohne Grundschuld kein Bankkredit – das ist die harte Realität bei Immobilienfinanzierungen. Die Grundschuld beeinflusst auch deine Verhandlungsmöglichkeiten bei der Bank und die Flexibilität bei Umschuldungen.

Außerdem solltest du die Grundschuldhöhe so wählen, dass sie ausreichend Sicherheit bietet, aber nicht unnötig deine Kreditlinie blockiert. In meiner Analyse zeigte sich, dass zu hohe Grundschulden die Kreditkosten erhöhen können.

Eine genaue Kenntnis der Grundschuld und ihrer Handhabung hilft dir, besser zu kalkulieren und Kostenfallen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Grundschuld und Hypothek?

Die Grundschuld ist nicht direkt an eine Forderung gebunden und bleibt im Grundbuch bestehen, auch wenn der Kredit abbezahlt ist. Die Hypothek ist an eine bestimmte Forderung gebunden und erlischt automatisch mit der Tilgung.

Welche Kosten entstehen bei der Eintragung einer Grundschuld?

Die Hauptkosten sind Notar- und Grundbuchgebühren, die rund 1,5 % bis 2 % des Grundschuldwertes betragen. Zusätzlich fallen meist Gebühren für Beurkundung und Eintragung an.

Wie kann ich die Grundschuld löschen lassen?

Nach der vollständigen Rückzahlung musst du die Löschung der Grundschuld notariell beantragen. Der Notar reicht den Antrag beim Grundbuchamt ein, wo die Löschung dann eingetragen wird.

Nutze jetzt unseren Immobilienkredit Rechner, um deine Finanzierung inklusive Grundschuldkosten präzise zu kalkulieren.

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Geschrieben von

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