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Notarkosten beim Immobilienkauf 2026: Welche Gebühren wirklich anfallen

Notarkosten 2026 nach GNotKG: Beurkundung, Vollzug, Betreuung und Grundbuch, mit einer Beispielrechnung für 300.000 EUR Kaufpreis aus der Gebührentabelle B.

Was sind Notarkosten beim Immobilienkauf?

Notarkosten sind Gebühren, die beim Kauf einer Immobilie in Deutschland zwingend anfallen, weil der Kaufvertrag notariell beurkundet werden muss (§ 311b BGB). Sie entstehen für Beurkundung, Vollzug und Betreuung des Kaufs; die Eintragung ins Grundbuch berechnet das Grundbuchamt.

Notarkosten sind im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt und bei jedem Notar gleich, denn Gebührenvereinbarungen sind unwirksam (§ 125 GNotKG). Die genaue Höhe hängt vom Kaufpreis ab.

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Wie setzen sich die Notarkosten 2026 zusammen?

Die Kosten von Notar und Grundbuchamt ergeben sich aus einer Gebühr nach Tabelle B (§ 34 GNotKG), multipliziert mit dem Satz aus dem Kostenverzeichnis. Maßgeblich ist der Kaufpreis (§ 47 GNotKG).

Bei 300.000 EUR Kaufpreis beträgt die volle Gebühr 635 EUR.

Posten

KV-Nr.

Satz

Betrag

Beurkundung Kaufvertrag

21100

2,0

1.270,00 EUR

Vollzug

22110

0,5

317,50 EUR

Betreuung

22200

0,5

317,50 EUR

XML-Daten

22115

0,1

63,50 EUR

Post-Pauschale

32005

20,00 EUR

Umsatzsteuer 19 %

32014

377,82 EUR

Notar gesamt

2.366,32 EUR

Auflassungsvormerkung

14150

0,5

317,50 EUR

Eigentumsumschreibung

14110

1,0

635,00 EUR

Löschung Vormerkung

14152

25,00 EUR

Grundbuchamt gesamt

977,50 EUR

Zusammen sind das 3.343,82 EUR, also 1,1 % des Kaufpreises. Dokumentenpauschale und Grundbuchabrufe kommen je nach Fall hinzu.

Praxisbeispiel: Notarkosten beim Kauf einer Eigentumswohnung

Angenommen, du finanzierst bei derselben Wohnung 240.000 EUR über eine Grundschuld (Annahme: 80 %, wie in unseren Rechnern voreingestellt). Die volle Gebühr beträgt dann 535 EUR. Die Beurkundung der Grundschuld (KV 21200, Satz 1,0) kostet mit Pauschale und Umsatzsteuer 660,45 EUR, die Eintragung (KV 14121) weitere 535,00 EUR.

Notar- und Grundbuchkosten liegen damit bei 4.539,27 EUR, rund 1,5 % des Kaufpreises.

Für Investoren bedeutet das: Die Notarkosten solltest du von Anfang an in deine Kalkulation aufnehmen.

Warum Notarkosten für Investoren zählen

Notarkosten erhöhen deine Anfangsinvestition. Kaufst du eine Wohnung in Berlin für 300.000 EUR, kommen rund 3.344 EUR für Notar und Grundbuch und 18.000 EUR Grunderwerbsteuer (6 %) hinzu, zusammen 321.344 EUR.

Eine Mietrendite von 4,2 % auf den Kaufpreis (12.600 EUR Jahreskaltmiete, Annahme) sinkt dadurch auf etwa 3,9 %.

Dafür prüft der Notar unter anderem die Belastungen im Grundbuch.

So kannst du Notarkosten beim Immobilienkauf 2026 genau berechnen

Für einen schnellen Überblick eignet sich der Kaufnebenkosten-Rechner. Er setzt pauschal 1,5 % für den Notar und 0,5 % für das Grundbuch an und liegt damit über den Werten aus der Gebührentabelle.

Häufig gestellte Fragen

Sind Notarkosten beim Immobilienkauf verhandelbar?

Nein, Notarkosten sind im GNotKG festgelegt, Vereinbarungen über ihre Höhe sind unwirksam. Sie sind für alle Notare einheitlich.

Wann fallen die Notarkosten genau an?

Die Beurkundungsgebühr entsteht mit der Beurkundung, Vollzugs- und Betreuungsgebühren mit den jeweiligen Tätigkeiten. Das Grundbuchamt rechnet gesondert ab. Als Käufer trägst du diese Kosten (§ 448 Abs. 2 BGB).

Welche Leistungen sind in den Notarkosten enthalten?

Beurkundung, Vollzug (etwa das Einholen von Löschungsbewilligungen) und Betreuung bis zur Kaufpreisfälligkeit. Die Grundbucheintragung berechnet das Grundbuchamt.

Berechne deine Notar- und Nebenkosten mit dem Kaufnebenkosten-Rechner und plane deinen Immobilienkauf 2026 sicher.

Dieser Artikel ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.

InvestBud-Redaktion

Wir erklären Kauf, Finanzierung und Steuern von Wohnimmobilien in Deutschland und belegen Zahlen mit Gesetzen, amtlichen Statistiken und unseren Marktdaten.

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