Die Frage, ob Kaufen oder Mieten finanziell sinnvoller ist, beschäftigt nahezu jeden, der über Wohneigentum nachdenkt. Die Antwort hängt von vielen Faktoren ab: Kaufpreis, Eigenkapital, Zinsniveau, Mietkosten und dem Betrachtungszeitraum. Unser Kaufen-oder-Mieten-Rechner stellt die langfristigen Nettokosten beider Szenarien gegenüber und liefert eine fundierte Orientierung.
So nutzen Sie diesen Rechner
Der Rechner vergleicht die Gesamtkosten des Kaufens mit denen des Mietens über einen von Ihnen gewählten Zeitraum. So gehen Sie vor:
- Schritt 1: Geben Sie den Kaufpreis der Immobilie ein.
- Schritt 2: Tragen Sie Ihr verfügbares Eigenkapital ein.
- Schritt 3: Geben Sie den erwarteten Zinssatz für die Finanzierung ein.
- Schritt 4: Tragen Sie die vergleichbare Monatsmiete für eine ähnliche Wohnung ein.
- Schritt 5: Legen Sie den Betrachtungszeitraum fest, über den Sie die Szenarien vergleichen möchten.
Ergebnisse verstehen
Der Rechner arbeitet mit vereinfachten Annahmen (Kaufnebenkosten 10 %, Wertsteigerung und Mietsteigerung je 2 % pro Jahr, Instandhaltung 1 % des Kaufpreises pro Jahr, alternative Kapitalanlage 4 % pro Jahr). Die Ergebnisse im Überblick:
- Nettokosten Kaufen: Alle Ausgaben für den Kauf (Eigenkapital, Nebenkosten, Kreditraten, Instandhaltung) abzüglich des am Ende aufgebauten Immobilienvermögens.
- Nettokosten Mieten: Die gesamten Mietzahlungen über den Zeitraum abzüglich der Rendite, die das nicht gebundene Eigenkapital alternativ erwirtschaftet hätte.
- Immobilienwert am Ende: Der geschätzte Wert der Immobilie am Ende des Betrachtungszeitraums bei angenommener Wertsteigerung.
- Finanzieller Vorteil: Die Differenz zwischen beiden Szenarien, also wie viel die günstigere Variante spart.
- Empfehlung: Eine einordnende Aussage, ob Kaufen, Mieten oder ein etwa gleichwertiges Ergebnis vorliegt.
Warum dieser Vergleich für Investoren wichtig ist
Der Kaufen-oder-Mieten-Vergleich macht den oft unterschätzten Vermögensaufbau durch Tilgung und Wertsteigerung sichtbar. Während Miete vollständig verlorenes Geld ist, baut der Käufer mit jeder Rate Eigenkapital auf und profitiert zusätzlich von einer möglichen Wertsteigerung. Auf der anderen Seite bindet der Kauf erhebliches Kapital, das bei einer Mietlösung renditebringend investiert werden könnte, und bringt Kosten wie Instandhaltung und Kaufnebenkosten mit sich, die beim Mieten entfallen. Über lange Zeiträume kippt die Bilanz häufig zugunsten des Kaufens, insbesondere bei niedrigen Zinsen und stabilen Immobilienmärkten. Kurze Zeiträume hingegen begünstigen oft das Mieten, da die hohen Kaufnebenkosten erst über die Jahre amortisiert werden. Beachten Sie, dass dieser Rechner mit pauschalen Annahmen arbeitet und eine individuelle Beratung nicht ersetzt.
Tipps
- •Je länger der Betrachtungszeitraum, desto eher lohnt sich der Kauf, da die einmaligen Kaufnebenkosten über mehr Jahre verteilt werden.
- •Berücksichtigen Sie, dass die angenommenen Wertsteigerungs- und Mietsteigerungsraten regional stark schwanken. Passen Sie Ihre Erwartungen an den lokalen Markt an.
- •Vergessen Sie nicht die nicht-finanziellen Aspekte: Wohneigentum bietet Sicherheit und Gestaltungsfreiheit, während Mieten mehr Flexibilität bei einem Umzug bedeutet.