Berlin

Berlin ist Deutschlands Hauptstadt und größte Stadt mit vielfältigen Stadtteilen und einer wachsenden Tech-Szene, die die Mietnachfrage antreibt.

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Angebotspreis/m² (Median)
€5.671
Kaltmiete/m² (Median)
€19,17
Bruttomietrendite (Median)
4,1%
Platz 5 von 10 Großstädten
Grunderwerbsteuer
6,0%

Angebotspreise und -mieten aus Online-Inseraten für Wohnungen, Stand 3. November 2026. Keine notariellen Kaufpreise.

Berlin ist die Hauptstadt und mit rund 3,7 Millionen Einwohnern (Ende 2025) die größte Stadt Deutschlands. Neue Eigentumswohnungen kosten hier im Mittel weniger als in München, und zwischen den zwölf Bezirken unterscheiden sich Mieten und Kaufpreise stark. Wer in Berlin vermietet, muss mit strenger Regulierung rechnen: Mietpreisbremse, Kappungsgrenze und Zweckentfremdungsverbot gelten in der ganzen Stadt.

Immobilienmarkt im Überblick

Laut Gutachterausschuss stiegen die mittleren Kaufpreise für Eigentumswohnungen 2025 um rund 5 % gegenüber dem Vorjahr, nachdem sie 2024 leicht gesunken waren. Die Grunderwerbsteuer beträgt 6,0 % und liegt damit im oberen Bereich der Bundesländer. Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein verlangen 6,5 %. Die Bevölkerung wuchs 2025 um 0,4 %, weil mehr Menschen nach Berlin zogen als die Stadt verließen.

  • Neue Eigentumswohnungen kosten in Berlin nach den Zahlen der Gutachterausschüsse beider Städte im Mittel rund ein Fünftel weniger als in München
  • Der Senat stuft das gesamte Stadtgebiet als angespannten Wohnungsmarkt ein. Die Mietpreisbremse gilt deshalb stadtweit bis Ende 2029
  • Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals genutzt und vermietet wurden, sind von der Mietpreisbremse ausgenommen (§ 556f BGB). Für Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis gilt die Kappungsgrenze trotzdem

Beste Stadtteile für Investitionen

Die Bezirke unterscheiden sich stark. Laut IBB-Wohnungsmarktbericht 2025 waren die mittleren Angebotsmieten in Mitte am höchsten und in Marzahn-Hellersdorf am niedrigsten. In zentralen Lagen zahlen Sie beim Kauf mehr. Ob eine günstigere Lage am Stadtrand am Ende mehr Rendite bringt, hängt vom einzelnen Objekt ab.

  • Mitte: Das historische Zentrum und der Bezirk mit den höchsten mittleren Angebotsmieten Berlins
  • Prenzlauer Berg: Altbauviertel im Bezirk Pankow mit vielen sanierten Gründerzeithäusern
  • Kreuzberg: Innenstadtnaher Stadtteil im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, der 2025 nach Mitte die zweithöchsten mittleren Angebotsmieten hatte
  • Friedrichshain: Früher ein Ost-Berliner Bezirk, heute mit Kreuzberg zu einem Bezirk zusammengelegt und für sein Nachtleben bekannt
  • Lichtenberg & Marzahn: Bezirke im Osten mit mittleren Angebotsmieten unter dem Berliner Wert; Marzahn-Hellersdorf lag 2025 am niedrigsten

Investitionsprozess

Der Kauf folgt dem üblichen deutschen Ablauf mit Notar und Grundbuch. Dazu kommen zwei Berliner Besonderheiten: der Grunderwerbsteuersatz von 6,0 % und das Zweckentfremdungsverbot. Danach dürfen Sie Wohnraum ohne Genehmigung weder als Ferienwohnung vermieten noch leer stehen lassen oder gewerblich nutzen.

  1. Schritt 1: Zielbezirke recherchieren und Ihre Kriterien festlegen, mit Blick auf Mietrendite und Wertentwicklung
  2. Schritt 2: Die Finanzierung mit einer Bank oder einem Vermittler klären. Wie viel Eigenkapital die Bank verlangt, hängt von Ihrer Bonität, Ihrem Wohnsitz und dem Objekt ab
  3. Schritt 3: Mit einem lokalen Makler passende Objekte suchen und die Due Diligence durchführen
  4. Schritt 4: Einen Notar mit dem Kaufvertrag und der Grundbucheintragung beauftragen
  5. Schritt 5: Grunderwerbsteuer (6,0 %), Notar- und Grundbuchkosten (gesetzlich im GNotKG festgelegt) und gegebenenfalls die Maklerprovision zahlen

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Berlin?

Die Grunderwerbsteuer in Berlin beträgt 6,0 % des Kaufpreises. Sie fällt einmalig beim Kauf an. Dazu kommen Notar- und Grundbuchkosten und gegebenenfalls eine Maklerprovision.

Beeinflusst die Mietpreisbremse die Investitionsrenditen in Berlin?

Ja, bei jeder Neuvermietung. Die Miete darf dann höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, und diese Regel gilt in ganz Berlin bis Ende 2029. Ausgenommen sind Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals genutzt und vermietet wurden, sowie die erste Vermietung nach einer umfassenden Modernisierung. Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis begrenzt eine zweite Regel, die Kappungsgrenze: In Berlin sind bis Mai 2028 höchstens 15 % in drei Jahren erlaubt, auch im Neubau. Rechnen Sie Ihre Rendite deshalb mit der Miete, die das Gesetz zulässt.

Ist Berlin für Erstinvestoren geeignet?

Das hängt von Ihrem Budget und Ihren Erwartungen ab. Berlin hat Bezirke mit sehr unterschiedlichem Mietniveau: In Lichtenberg, Spandau und Marzahn-Hellersdorf lagen die mittleren Angebotsmieten 2025 unter dem Berliner Wert, in Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg deutlich darüber. Für Erstinvestoren ist vor allem die Regulierung neu. Mietpreisbremse, Kappungsgrenze und Zweckentfremdungsverbot begrenzen, was Sie mit einer Wohnung einnehmen können, also sollten Sie jedes Objekt mit der zulässigen Miete durchrechnen.

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